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Lebenskrisen


Große Veränderungen erfordern große Anpassungsleistungen.

Außergewöhnlich belastende Lebensereignisse wie der Tod oder die schwere Krankheit einer nahestehenden Person, Trennung oder Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes oder der Arbeitsfähigkeit, Bedrohung der Sicherheit und andere existenzielle Krisen rufen akute Belastungsreaktionen hervor, die immer schwer und nicht immer alleine zu bewältigen sind. Auch besondere Veränderungen im Leben, die zu einer anhaltend unangenehmen Situation führen (chronische Krankheit, Behinderung, Verlust der gewohnten Umgebung, materielle Verluste, Verlust von Bezugspersonen) können große Probleme mit der Anpassung bereiten. Wie sehr psychosoziale Belastungen und Lebensereignisse Störungen auslösen können hängt keineswegs vom Schweregrad der Ereignisse ab sondern von der "Vulnerabilität" einer Person. Das bedeutet, jeder Mensch hat seine eigene Empfindsamkeit und Empfindlichkeit, die einerseits von rein körperlicher Faktoren und andererseits von den jeweiligen Erlebnissen und Erfahrungen, von Erziehungs- und Umweltfaktoren abhängt. So kann eine Person möglicherweise mit einer schweren Krankheit gut umgehen lernen aber lange leiden und sich hilflos fühlen wenn z.B. die Kinder erwachsen werden und von daheim ausziehen. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein um nicht in Gefahr zu laufen, Probleme zu ignorieren, nur weil ein anderer Menschen in ähnlicher Lage scheinbar mit einem vergleichbaren Problem leichter fertig wird. (Das hat nichts mit Schwäche, Überempfindlichkeit oder Versagen zu tun.)

Nicht jede Lebenskrise muss zu psychischen Problemen führen; Psychotherapie kann auch helfen, eine schwierige Lage rascher zu verändern, belastende Situationen effizient zu verbessern oder unabänderliche Faktoren leichter akzeptieren zu können.

Oft helfen Gespräch und Unterstützung von Freunden und Verwandten, oft bringt Ablenkung oder ein Ortswechsel Besserung.

Wenn aber z.B. direkt nach einem unerwarteten extrem belastenden Ereignis sehr intensive Gefühle von Betäubung, Lähmung, Starre, Panik, Zorn, und Reaktionen von extremem Rückzug oder Überaktivität nicht nach ca. drei Tagen nachlassen, sollte man nicht zögern, sich die Situation durch professionelle Hilfe zu erleichtern.

Wenn lange nach (3-6 Monate) subjektiv erlebten negativen Veränderungen Zustände von Leid und emotionaler Beeinträchtigung unverändert bestehen bleiben, soziale Funktionen und Leistungen deutlich eingeschränkt sind und der Anpassungsprozess kaum fortschreitet, ist es ebenfalls empfehlenswert, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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