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Körperliche Erkrankungen


Die Diagnose einer chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankung bedeutet für betroffene Personen oft ein einschneidendes Ereignis, das vielfältige Auswirkungen auf den zukünftigen Lebensrhythmus und den Alltag hat:
  • Das Umfeld kann ebenfalls mitbetroffen sein.

  • Viel neue, fachlich kompetente Information wird benötigt, Verständnis und Bereitschaft zur Umstellung wird erforderlich sein.

  • Patienten leiden nicht nur an der Krankheit an sich sondern oft zusätzlich an Ängsten über Verlauf, Unsicherheit über die Behandlungsmöglichkeiten, drohende Verluste und Konsequenzen.

  • Gefühle von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein, Erfahrung von Einschränkungen aller Art, sowie Änderungen der Rolle im sozialen Umfeld können zu depressiven Verstimmungen und Angststörungen führen.
  • Chronische Krankheiten an sich gelten als permanenter Belastungsfaktor für einen Menschen, sie erfordern Aufmerksamkeit und sorgfältigen Umgang. Verhaltenstherapie kann hier auf vielfältige Art helfen, unterstützen und drohenden Befindlichkeitsstörungen vorbeugen. Das Ziel ist, mit der Erkrankung gut umgehen zu können, auch unter möglicherweise veränderten Lebensbedingungen günstige Zukunftsperspektiven zu entwickeln und Freude am Leben zu haben.

    Aus dem Bereich der chronischen Krankheiten und Leiden werden hier einige als Beispiele angeführt, bei denen mit psychotherapeutischer und verhaltens-medizinischer Unterstützung viel zur Lebensqualität beigetragen werden kann:

    Asthma
    ("Schweres Atmen")

    Diese chronische Atemwegserkrankung mit Entzündung, Überempfindlichkeit auf verschiedenste Reize sowie Verengung der Bronchien beginnt oft schon im Kindesalter und kann durch die vielfältigen Auslöser (Allergene, Rauch, Staub, Kälte, Anstrengung) zu regelmäßigen Beeinträchtigungen im Alltag führen. Viele Erkrankte benötigen Motivation zur regelmäßigen Einnahme von Medikamenten und Unterstützung bei der Einhaltung von Therapieplänen. Psychische Belastung kann die Häufigkeit von Asthmaanfällen erhöhen, andererseits führt die Erkrankung häufig zu psychischen Problemen, vor allem zu Angststörungen wegen drohender Atemnot. Oft besteht Unsicherheit über die eigene Belastbarkeit sowie Tendenz zum Vermeiden von potentiell anstrengenden Aktivitäten.
    Ich habe selbst Asthma, kenne also alle Symptome aus eigenem Erleben. Ich habe viel Erfahrung mit Medikamenten, gute Kontakte zu Ärzten und hoffe dadurch, bei diesem Krankheitsbild besonders effiziente Unterstützung leisten zu können.

    Chronische Schmerzen

    Die Ursachen von Schmerzen können vielfältigster Art sein, wichtig ist hier die Motivation zu genauer medizinischer Abklärung, die oft viel Geduld und Aufwand erfordert. Auch bei Schmerzen, für die trotz genauer Untersuchungen keine körperliche Ursache gefunden wird, ebenso wie bei Schmerzen, die eindeutig auf ein bestimmtes Krankheits- oder Störungsbild zurückzuführen sind, muss genau analysiert werden, was das Auftreten und die Intensität fördert und wann sich die Symptome bessern. Dazu werden für einige Zeit Selbstbeobachtungen durchgeführt, besonders bewährt hat sich dabei die Form von Tagebüchern. Genau auf die Person abgestimmte Entspannungstechniken, Änderung von Lebensgewohnheiten, Reduzieren von Belastungsfaktoren, Bearbeiten von ungünstigen Denkmustern und die Förderung von genussreichen Erlebnissen können sehr hilfreich sein.

    Tinnitus
    (Hörwahrnehmungen von Geräuschen und Tönen, die keinen äußeren Schallquellen zugeordnet werden können)

    Vorübergehende Ohrgeräusche können durch verschiedene Erkrankungen z. B. des Innenohres verursacht werden und treten häufig auf; es kann aber auch sein, dass keine körperliche Ursache gefunden wird. Wenn kein Behandlungserfolg eintritt und das Problem länger als ein Jahr besteht, wird es als chronisch bezeichnet. Personen, die an störenden Ohrgeräuschen leiden, haben sehr häufig auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen. Wie Tinnitus genau entsteht, ist heute noch nicht ganz geklärt, in vielen Fällen bestehen durchaus anatomische Schädigungen oder physiologische Fehlfunktionen; es gibt aber auch Menschen, die trotz einer Schädigung des komplizierten Hörsystems keine störenden Geräusche wahrnehmen. Wie bei der Schmerzstörung werden auch hier alle Bedingungen wie Lebensgewohnheiten, Belastungen aus dem Umfeld und Verhaltensbesonderheiten genau analysiert und aufrechterhaltende Faktoren herausgefiltert. Es existiert eine Vielfalt an medizinischen Behandlungsmöglichkeiten: medikamentöse, apparative, krankengymnastische, zahnärztliche und chirurgische Therapie, Elektrostimulation, Akupunktur. Die psychotherapeutische Unterstützung bietet auch hier Motivation und Information, Entspannungs- und Geräuschtherapie, Änderung der Einstellung und Bewertung, Aufbau von hilfreichen Denk- und Handlungsmodellen.

    Neurodermitis

    Diese Hauterkrankung tritt häufig schon bei Kleinkindern auf und bleibt bis ins Erwachsenenalter bestehen, oft tritt eine Besserung ca. ab dem 30. Lebensjahr auf. Die Symptome wie Abschuppen der Haut besonders an Ellbogen, Knien, Gesicht, Händen und Füßen, quälender Juckreiz und blutende Einrisse an den betroffenen Stellen können zu starken Beeinträchtigungen und Leidenszuständen führen. Die Behandlung ist meist sehr aufwändig, da für die Wunden in der Haut Infektionsgefahr besteht, die betroffenen Stellen ständig eingecremt werden müssen und gute Erfolge oft nur mit längeren Bade- und Lichttherapien möglich sind. Da auch hier häufig psychische Belastung zur Verschlechterung der Symptome führen kann, ist psychotherapeutische Unterstützung eine gute Hilfe. Viele betroffene Menschen haben Schamgefühle wegen ihrer sichtbaren Hautkrankheit, befürchten Abwertung durch andere und fühlen sich unattraktiv. Da in schweren Fällen die Haut stark angegriffen ist und die Wunden bei Berührung und Anspannung vor allem an Händen und Füßen stark schmerzen, müssen Erkrankte auf viele Aktivitäten verzichten oder sind dabei stark eingeschränkt. Bedingt durch die Neurodermitis können also sozialer Rückzug, soziale Ängste oder durch den Wegfall positiver Aktivitäten depressive Verstimmungen entstehen.

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