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Depressionen


Depressionen sind weit verbreitete Erkrankungen. Sie gehören zu den affektiven Störungen, das bedeutet Störungen, die sich besonders auf die Stimmungslage eines Menschen auswirken.

Depressionen können Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen und auch Körperfunktionen verändern. Sie treten in verschiedenen Erscheinungsformen auf. Man unterscheidet sie vor allem nach der Dauer, nach dem Schweregrad und der Häufigkeit des Auftretens.

Es gibt vielfältige Gründe für die Entstehung. Das verhaltenstherapeutische Erklärungsmodell geht davon aus, dass vor allem ein Mangel an positiven Erfahrungen und ein Überwiegen an negativen Erfahrungen sowie eine Störung des Denkens in eine einseitige, willkürliche und übertrieben negative Richtung auslösend für eine Depression sein kann. Diese kognitive Störung wird wiederum durch negative Erfahrungen, Verluste, Unfähigkeit oder Unmöglichkeit von Kontrolle und Verbesserung der Lebensumstände sowie sozialisationsbedingte Vorgaben hervorgerufen.

Die Erkrankung kann bereits bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Bei der Diagnose und Behandlung wird sowohl auf das Alter als auch auf die Lebensumstände sowie aktuelle besondere Ereignisse und die Biographie genau eingegangen

Die am häufigsten auftretenden Formen von Depressionen haben folgende gemeinsame Merkmale, die über mindestens zwei Wochen hindurch beobachtet werden müssen:
  • Gefühle von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und innerer Leere.

  • Interessenverlust, Freudlosigkeit an Dingen oder Aktivitäten, die sonst angenehm waren.

  • Verminderter Antrieb, verringerte Entscheidungsfähigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Aktivitätsverlust.

  • Vermehrte körperliche Unruhe oder beobachtbare Verlangsamung
    (in Sprache und Bewegung).

  • Verminderung der Denk- und Konzentrationsfähigkeit sowie der Aufmerksamkeit (z. B. beim Lesen).

  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Grübeln,
    unangemessene Schuldgefühle und Selbstvorwürfe.

  • Gedanken an den Tod, Planung und Versuche von Selbstmord.

  • alle Arten von Schlafstörungen, oft vorkommendes morgendliches Tief.

  • Verminderter Appetit, Gewichtsverlust ohne Diät, seltener deutlich gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme.

  • Verminderung oder Verlust von sexuellem Interesse.

  • Wenn mehrere dieser Symptome zutreffen und die schlechte Stimmungslage nicht durch Trauer von bis zu zwei Monaten (z.B. nach dem Verlust einer geliebten Person) ausgelöst wurde, und die Symptome auch nicht auf die Wirkung von Substanzen wie Drogen oder Medikamente oder auf eine körperliche Krankheit (wie z.B. Schilddrüsenunterfunktion) zurückzuführen sind, besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer depressiven Erkrankung

    Bei einer weniger häufig auftretenden Form der Depression, der bipolaren Störung, treten die oben angeführten Symptome im Wechsel mit einer sogenannten "Manischen Episode" auf.

    Diese manische Episode muß mindestens eine Woche dauern und ist gekennzeichnet durch:
  • übersteigertes Selbstwertgefühl und unangemessene Vorstellungen über die Größe und Bedeutung der eigenen Person,

  • stark vermindertes Schlafbedürfnis
    (Gefühl, daß z.B. drei Stunden Schlaf ausreichend sind),

  • vermehrte Gesprächigkeit, Drang zum Reden,

  • Gefühl, dass die Gedanken rasen und schwer zu kontrollieren sind,

  • erhöhte Ablenkbarkeit, starke Unruhe,

  • deutlich gesteigerte Betriebsamkeit in vielen Lebensbereichen und Aktivitäten,

  • ungezügelte Handlungen, die momentan als sehr angenehm empfunden werden, aber weitreichende negative Konsequenzen haben können
    ("Kaufrausch", Risikoverhalten z.B. bei Sport und Sex).
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