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Angststörungen


Sie gehören zu den am weitest verbreiteten psychischen Störungen und können bei Fehlbehandlungen oder falscher Diagnose schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen. (z.B. Alkoholmissbrauch, Depression) Meist wird bei einer Angststörung zuerst der praktische Arzt aufgesucht, bei Panikanfällen oft eine Notfallambulanz. Dabei wird das Problem bei der Erstversorgung manchmal nicht richtig erkannt, weil mit Angst auch immer eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden verbunden ist.

Als erste von vielen Angststörungen wird hier die Panikattacke beschrieben, da die Symptome auch bei anderen Formen der Angst erscheinen und Panik sehr häufig gemeinsam mit Phobien auftritt.

Es handelt sich bei einem Panikanfall um einen klar abgegrenzten Zeitraum von starker Angst und intensivem Unbehagen, bei dem mindestens vier der folgenden Symptome auftreten:
  • Herzrasen

  • Zittern

  • Schwitzen

  • Gefühl von Atemnot, Ersticken

  • Beklemmung und/oder Schmerzen in der Brust

  • Hitze- oder Kälteschauer

  • Übelkeit, Magen-Darmbeschwerden

  • Taubheits- oder Kribbelgefühle

  • Schwindel, Benommenheit, Unsicherheit, Angst vor Ohnmacht, vor dem Stürzen

  • Gefühl der Unwirklichkeit, sich selbst zu beobachten, sich vom eigenen Körper und/oder der Situation losgelöst fühlen

  • Angst, verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren

  • Angst zu sterben

  • Phobien sind übermäßig starke Angstreaktionen, die durch die Konfrontation mit einer bestimmten Situation ausgelöst werden, eine der häufigsten Erscheinungsformen ist die

    Agoraphobie:

    Angst, an Orten zu sein, von denen man nur schwierig in die vertraute Umgebung zurückkehren kann und von wo eine sofortige Flucht unmöglich oder peinlich werden könnte. Die Angst tritt oft in öffentlichen Verkehrsmitteln, (U-Bahn) in Kinos, Theatern, Kaufhäusern, beim Schlangestehen im Supermarkt, auf Brücken, in Menschenmengen und allgemein auf Reisen auf, wobei die Angst mit dem Grad der Entfernung von daheim zunimmt. Diese Situationen werden nur mit deutlichem Unbehagen bis zu Paniksymptomen durchgestanden und/oder prinzipiell vermieden.

    Sozialphobie:

    Auch diese tritt sehr häufig auf.
    Sie ist charakterisiert durch eine ausgeprägte und anhaltende Angst vor Situationen, in denen man sich blamieren, unangenehm auffallen und sich allgemein der kritischen Beobachtung durch andere aussetzt. Die Konfrontation mit einer Vorführ- oder Leistungssituation ruft fast immer starkes Unbehagen bis zu Paniksymptomen hervor; betroffene Personen befürchten, von anwesenden Personen negativ bewertet zu werden. Angstbesetzte Situationen sind z.B.: Reden und Vorträge halten, sich in einer Gruppe von Menschen zu Wort melden, Darbietungen vor Zuschauern, Essen in Lokalen, Unterschriften leisten unter Beobachtung.
    Die betroffenen Personen erkennen, dass die Angst übertrieben ist und mit normalem "Lampenfieber" nichts zu tun hat. Die Situationen werden gemieden oder wiederum nur mit starkem Unbehagen durchgehalten, wobei das Vermeidungsverhalten im Laufe der Zeit berufliche oder schulische Leistungen und Erfolge sowie soziale Aktivitäten und Beziehungen deutlich beeinträchtigt.

    Spezifische Phobien:

    bezeichnen anhaltende und übersteigerte Ängste vor Objekten oder erwarteten Situationen wie
    eine Injektion bekommen, Blut sehen, Fliegen, in großer Höhe sein, eingeschlossen sein, Wasser, Gewittern, lauten Geräuschen, Konfrontation mit Tieren (Schlangen, Spinnen, Hunde)
    Auch hier ist den Betroffenen durchaus bewusst, dass die Angst übersteigert ist; es tritt bei der Konfrontation sofort Unbehagen bis Panik auf, auch hier werden die auslösenden Reize vermieden oder nur unter starker Angst ertragen.

    Weitere Angststörungen treten als direkte Reaktion auf belastende oder gefährliche Ereignisse auf, hier wird als schwerste Form die Posttraumatische Belastungsstörung beschrieben, die durch extrem bedrohliche Erlebnisse ausgelöst wird:

    Die Person erlebte dabei selbst oder beobachtete/war involviert in Vorfälle, die lebensbedrohlichen Charakter hatten und somit Verletzung oder Tod verursachen können oder tatsächlich verursachten (Unfälle, Naturkatastrophen, Missbrauch, Gewalttaten) Dabei reagierte die Person mit Angst, Entsetzen und Hilflosigkeit

    Als Kriterium müssen die folgenden Symptome länger als ein Monat anhalten:
  • Das traumatische Ereignis wird wiedererlebt durch wiederkehrende Erinnerungen, Gedanken, Wahrnehmungen, Träume, "Flashbacks" ( das Ereignis tritt durch Illusion oder eine Art Halluzination wieder auf)

  • Es treten schwere psychische Belastung und körperliche Reaktionen bei der Konfrontation mit Aspekten des Traumas oder Hinweisreizen auf

  • Auslösende Reize werden vermieden wie Gespräche, Gedanken, Orte, Aktivitäten, Personen, die mit den Trauma in Verbindung stehen.

  • Es entstehen Gefühle der Entfremdung von anderen, vermindertes Interesse an anderen Menschen und Aktivitäten.

  • Bestimmte Gefühle können nicht mehr wahrgenommen werden,

  • es entsteht eine negative Erwartung an die Zukunft,

  • es erscheinen körperliche Symptome wie erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, übertriebene Wachsamkeit und Schreckhaftigkeit.
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